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Dr. Kreys Ester-C

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist nicht nur das erste Vitamin, das entdeckt wurde, sondern auch das mengemäßig am meist gebrauchte. Sein chemischer Name Ascorbinsäure leitet sich von seiner Funktion ab, nämlich, die Mangelkrankheit Skorbut, die vor Jahrhunderten auf See häufigste Todesursache, zu verhindern (A-(nti)-scorb-(ut)-in-säure). Vitamin C ist ein sehr häufiger Cofaktor für biochemische Prozesse und sichert an vielen Stellen im Körper, dass „der Motor rund läuft“. Daneben ist Vitamin C das wichtigste Antoxidans, ein Stoff, der radikalische Substanzen aus dem Stoffwechsel „auffangen“ kann.

Wer reichlich Obst und Gemüse verzehrt, hat gute Aussichten, sich mit Vitamin C ausreichend zu versorgen. Laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) beträgt die tägliche Zufuhrempfehlung für Männer 110 mg und für Frauen 95 mg. Viele Fachleute sehen den Bedarf allerdings bei höheren Werten.

Diese Erkenntnisse sind für den Einsatz als Nahrungsergänzung gesichert:

  • Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems während und nach intensiver körperlicher Betätigung bei.
  •  Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße bei.
  • Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knochen bei.
  • Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Knorpelfunktion bei.
  •  Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion des Zahnfleisches bei.
  • Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei.
  • Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Zähne bei.
  • Vitamin C trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
  • Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Vitamin C trägt zur normalen psychischen Funktion bei.
  • Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
  • Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
  • Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
  • Vitamin C trägt zur Regeneration der reduzierten Form von Vitamin E bei.
  • Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme.

Die Veresterung von Vitamin C bringt Vorteile bei der Aufnahme in den Körper, seiner Bioverfügbarkeit und seiner verbesserten Verträglichkeit. Die Kombination mit Citrusflavonoiden und OPC ermöglicht seine Regenerierung im Körper und verbessert somit die Eigenschaft, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

 

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Cholesterin im Blut

Cholesterin ist eine Fettsubstanz, die im menschlichen Körper für manches herhält: als Grundstoff für Vitamin D (das ja eigentlich gar kein Vitamin ist, da nur unter bestimmten Voraussetzungen nicht vom Körper selbst produziert werden kann), für Gallensäuren, die bei der Verdauung helfen, gar für Hormone wie Östrogen und Testosteron. Auch für die Stabilisierung von Zellmembranen spielt Cholesterin eine Rolle. Kurzum, Cholesterin ist lebenswichtig. Nur: Die meisten haben eher zuviel davon.

Die ganze Diskussion um Cholesterin im Blut hat viele Facetten, und darum wurde schon manche „heiße Diskussion“ geführt. Auch die richtige Höhe der Blutspiegel von Cholesterin-tragenden Transportvehikeln wie VLDL, LDL und HDL wurde schon vielfach neu und anders eingestuft.

Heute darf als gesichert gelten, dass zu hohes LDL das Gefäßrisiko für Kreislauferkrankungen erhöht. Sicher scheint auch zu sein, dass Sport die Entstehung des „guten“ Cholesterins (=HDL) verbessert. Schon kontrovers ist wieder, dass ein hohes HDL ein höheres LDL tolerabler macht.

Wie dem auch sei, vieles spricht dafür, die richtigen Cholesterinspiegel mit Massnahmen einer gesunden Ernährung einzustellen. Und es gibt durchaus Ansätze, die das für möglich halten. Nicht nur Ergebnisse, dass eine sogenannte „Mittelmeerdiät“ (viel Gemüse, Obst, Olivenöl – wenig Fleisch, moderater Umgang mit Alkohol) gute Blutfettwerte ermöglichen.

Eine Substanz aus Sojaöl trägt wesentlich dazu bei: Sojalecithin. Lecithin ist ein natürlicher Emulgator. Lecithin aus Soja zeichnet sich zusätzlich durch einen unterstützenden Anteil an  ungesättigten Fettsäuren aus.

Wenn man die Bluttransportvehikel für Cholesterin im Blut näher betrachtet, fällt auf, dass sich LDL und HDL im wesentlichen dadurch unterscheiden, dass der Lecithin- (sprich Emulgator-) Anteil im HDL größer ist. Deshalb kann HDL auch die größere Dichte annehmen (HDL = High densitiy Lipoproteins). Wenn ich dem Körper ein Lecithin anbiete, dann baut er dies teilweise ins LDL ein, woraus dann HDL wird. Besonders vorteilhaft ist es, wenn dem Körper damit noch ungesättigte, also essentielle Fettsäuren mitgeliefert werden.

Auch Ballaststoffe können auf Ernährungswege die Cholesterinsituation begünstigen. Die aus Cholesterin vom Körper hergestellten Gallensäuren werden im Darm an Ballaststoffe gebunden und mit dem Stuhl ausgeschieden. Hierzu eignen sich ganz besonders Pektine aus dem Apfel. Durch die Abführung der Gallensäuren muss die Leber aus dem vorhandenen Cholesterin-Pool neue Gallensäuren herstellen, was zu einer Cholesterinsenkung beitragen kann.

Ab wann ein Cholesterinspiegel medikamentös einzustellen ist, beurteilt Ihr Arzt. Nur als sicher kann gelten, dass nicht jeder nicht optimale Wert gleich einer Medikation bedarf.  Befragen Sie Ihren Arzt ruhig auch einmal, wie Sie ihre Ernährung optimal ergänzen können, um das besagte Ziel zu erreichen.

 

Calcium und Magnesium – getrennt oder gemeinsam zuführen?

Seit vielen Jahren kommt immer wieder die Frage: „Soll ich jetzt Calcium/Magnesium alleine für sich nehmen oder darf es auch die Kombination sein?“ Meine häufige Gegenfrage lautet dann: „Wie kennen Sie es denn aus den Lebensmitteln, die Sie essen?“ Aus der Natur also.

Und richtig, in Lebensmitteln sind Calcium und Magnesium immer vergesellschaftet vorhanden. Zwar in unterschiedlichen Verhältnissen, aber immer zusammen. Beispiel: Die „calciumreiche“ Milch hat ein Verhältnis von Calcium zu Magnesium von ca. 10 zu 1. Die Aprikose dagegen eins von annähernd 2 : 1, die Birne eines von 1 : 1, die Banane gar eins von 1 : 3.

Was ist jetzt besser? Das kommt auf die eigene physiologische Ausgangslage an. Gemessen an dem normalen Bedarfsverhältnis von 2,5 – 3 : 1 (Calcium zu Magnesium) wäre ein Verhältnis darüber (z.B. Milch, siehe oben) empfehlenswert zur Calcium-Zufuhr, weniger gut zur Magnesium-Zufuhr. Und das, obwohl 1 l Milch auch 120 mg Magnesium enthält, und das ist immerhin ein Drittel des Tagesbedarfes.

Da es bei der Ernährung auch nicht gut ist, sich nur von einem – wenn auch an sich gesundem – Lebensmittel zu ernähren (das wäre einseitig!), muss streng genommen die Tagesbilanz betrachtet werden, oder besser noch die Bilanz einer Mahlzeit.

Birnen, Litchis oder Mirabellen enthalten in 100 g jeweils ca.  10 mg Calcium wie Magnesium (es kommt bei dieser Betrachtung nicht auf einzelne mg mehr oder weniger an). Wenn ich also 100 g verzehrbare Birnenmasse in 100 g Joghurt (120 mg Calcium, 12 mg Magnesium) einrühre, passe ich durch die Kombination das Ca-Mg-Verhältnis dem physiologischem Bedarfsverhältnis an.

Die Empfehlung, Calcium und Magnesium getrennt zuzuführen, leitet sich ab aus Rattenversuchen aus den achtziger Jahren, die sich auf den Menschen nicht übertragen lassen. (Aus obiger Betrachtung wäre es auch gar nicht sinnvoll !) Dennoch hält sich diese Meinung hartnäckig, und man könnte meinen, sie diente einigen Herstellern von Arzneimitteln bei der Zulassung ihrer Einzelpräparate.

Inzwischen gibt es sogar Erkenntnisse, dass Einzelpräparate einige Risiken in sich tragen, die für Kombinationen nicht gelten. So kann extreme Calciumzufuhr (ohne Magnesium!) das Risiko eines Herzinfarktes erhöhen, was absolut logisch ist. Jeder Muskel – erst recht der Herzmuskel – braucht Calcium zur Anspannung des Muskels und zur Befestigung der Aktinfasern, und es kann nur durch den Gegenspieler Magnesium von diesen Positionen verdrängt werden. Und dies ist notwendig zur Entspannung des Muskels! Ein Herzmuskel, der aus bestimmten Voraussetzungen sowieso eher zum Herzinfarkt neigt, wird durch massive Calciumbeladung also zusätzlich belastet!

Wenn es darauf ankommt, diese Mineralien im richtigen Verhältnis, aber konzentriert (d. h. nahe am Tagesbedarf) anzubieten, sollte man die richtigen Nahrungsergänzungen auswählen. Schauen Sie sich mal Dr. Kreys Purgelatin an! Zusätzlich enthaltenes Vitamin D verbessert sowohl Calcium- wie auch Magnesium-Aufnahme.

Ach ja, Calciummangelzustände sind z.B. Osteoporose, Arthrose, meist auch Allergien. Magnesiummangel liegt vor bei Muskelkrämpfen, häufig auch bei Bluthochdruck. Haben Sie weitere Fragen? Antworten Sie mir!

„Dick zu sein, heißt nicht, gut ernährt zu sein.“

Diese Erkenntnis des brasilianischen Sozialministeriums unter dem damaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva aus dem Jahr 2004 hat nicht wirklich zu Änderungen nach zehn Jahren geführt. Nach wie vor gehört Brasilien zu den Staaten mit den meisten Übergewichtigen in der Welt. Nach den USA werden in Brasilien die meisten Operationen zur Magenverkleinerung durchgeführt, eine in meinen Augen denkwürdige, wenn nicht abartige Entwicklung.

Aber die Deutschen können es sich sparen, hier mahnend den Finger zu heben, denn auch bei uns ist Übergewicht ein gewaltiges Thema: Fast zwei von drei Deutschen wiegen zu viel. Diabetes, Bluthochdruck und andere Folgeerkrankungen des Dickseins sind auch bei uns hoch im Kurs.

Sicherlich können wir uns glücklich schätzen, dass wir in Europa von Mangelzeiten im Großen und Ganzen seit vielen Jahrzehnten verschont sind. Aber ist das der Grund, warum die meisten Menschen zu dick sind? Um diese Frage näher zu beleuchten, ist Brasilien ein gutes Beispiel, gerade jetzt, da sich die Blicke – des Fußballs wegen – derzeit sowieso dorthin wenden.

Vor zehn Jahren galt es noch, den Hunger in Brasilien zu bekämpfen. Brasilien ist ein wirtschaftlich aufstrebendes Land – zumindest im langfristigen Trend. Es sollte also wirtschaftlich möglich sein, das Land vom Hunger zu befreien, wenn man nur wollte. Auch schon zu Zeiten der Unterernährung gab es extrem Übergewichtige in Brasilien. Das ist nach wie vor so.

Die Preise für Lebensmittel sind in Brasilien ziemlich gestiegen, und steigen nach wie vor (die Inflationsrate lag in den letzten Jahren zeitweise über 10 %.). Dennoch sind die Preise für Gemüse und Obst in Brasilien noch deutlich niedriger als in Deutschland, der Preis eines Big Macs aber gegenüber Deutschland (Big-Mac-Index 2010, Forbes) um ca. 13 % teurer.

Dennoch schreibt bereits Klaus Hart im Jahr 2004: „Minderwertiges, billiges Fastfood ist auch dank massiver Werbung populär wie nie zuvor.“ Salzgebäck und Cola-Light als häufige Nahrungsquellen sind hier wie da „in“. Ich behaupte, sie sind „in“, weil sie fertig sind, nicht gekocht und zubereitet werden müssen. Warum kann denn keiner mehr kochen? Zumindest in Deutschland gibt es im Fernsehen so viele Kochsendungen wie nie zuvor.

Wir sind faul und bequem geworden, nicht zuletzt, weil die Werbung und das Fernsehen uns das eintrichtert. Mir klingen noch die Worte eines GmbH-Geschäftsführers eines großen Getränke-Distributors aus Essen im Jahre 1993 im Ohr: Unsere Cola kennt jetzt jeder, „jetzt müssen wir erreichen, dass die Leute [sie] zum Frühstück trinken“.

Ob das wirklich besser wird, wenn das zur Zeit diskutierte Freihandelsabkommen unterzeichnet ist?

Wann bewegen Sie sich mehr?   Wann achten Sie mehr auf Ihre Lebensmittelauswahl?

Ein wesentlicher Grund fürs Dicksein

Nein, lustig ist das nicht, auch wenn ein Herr Lustig einen wesentlichen Grund dafür herausgefunden hat.  Dicksein nimmt weltweit drastig zu. Besonders schlimm ist es wohl in Mexiko: 70 % der Bevölkerung ist dort übergewichtig. Aber die USA, Südafrika, Großbritannien, Brasilien und auch Deutschland sind da nicht weit entfernt. Etwa 2 Drittel der Bevölkerung wiegt hier zuviel.

Klar, dass die meisten Menschen sich zu wenig bewegen und zuviel vorm PC oder auf dem Sofa hocken. Auch essen die meisten (insbesondere, die die zum Dicksein neigen) zuviel. Aber Robert Lustig von der Berkeley-Universität in Kalifornien, USA, hat entdeckt, dass das nicht der einzige Grund sein kann. Wir nehmen über Fertigprodukte immer mehr Maissirup zu uns. Genau gesagt, Robert Lustig hat herausgefunden, dass Industrielebensmittel, die Maissirup oder durch Zusatz von Fructose davon abgewandelten „Glucose-Fructose-Sirup“ enthalten, dick machen.

Maissirup ist billig, leicht zu gewinnen und, seit er Anfang der siebziger Jahre industriell eingeführt wurde, nahezu überall verfügbar. Mancher Dicke wird jetzt sagen, dass er gar keine süssen Sachen isst. Weil Maissirup aber billig ist, kommt er fast überall rein: Limonaden, Pizza, Senf, Marmelade und und und … Von Süßigkeiten ganz zu schweigen.

Da wird es wohl notwendig sein, öfter den Blick auf das Kleingedruckte zu wenden. (Wer eine Lupe braucht, kann die kostenlos bei der Dr. Krey Vital UG – mit Verweis auf diesen Artikel – anfordern!)

Hilfreich ist vielleicht auch der Hinweis, dass es Produkte gibt, die ganz ohne Hilfsstoffe auskommen und durch gezielte Auswahl ihre Funktion erfüllen – ohne dick zu machen. Schauen Sie mal in die Viabona-Produkte-Leiste.

 

 

Vitamin D und ein Platz an der Sonne

Lange hat es geheißen, Vitamin D ist gefährlich, weil es überdosiert werden kann und sich im Fettgewebe anreichert. Da sei es doch besser, sich regelmäßig täglich eine Weile draußen unter freien Himmel aufzuhalten. Denn mittels des UV-Anteils im Tageslicht kann unser Körper Vitamin D selbst bilden. So wurden nach und nach die Zufuhrempfehlungen nach unten „korrigiert“, bis man bei 5 µg (= 200 i.E.) Vitamin D pro Tag für einen Erwachsenen angekommen war.

Irgendwann wurde dann auch das Sonnenlicht gefährlich, weil es als Risikofaktor für das Melanom (schwarzer Hautkrebs) erkannt wurde. Und in diese Risikoempfehlung wurde das Basaliom (weißer Hautkrebs) gleich mit einbezogen.

Ziemlich lange hat es gedauert, bis so manche Fehleinschätzung korrigiert wurde. Manche Anbieter von Sonnenschutz argumentieren immer noch mit den alten (falschen!) Argumenten.

Für das Basaliom hat man ein deutlich höheres Risiko, wenn man sich besonders häufig in Räumen aufhält und sich dann bei wenigen „Sonnenbädern“ gleich einen Sonnenbrand holt. Das Risiko für jede Art von Hautkrebs scheint mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel zu korrelieren. D.h., das beim Sonnenbad gebildete Vitamin D ist gewissermaßen ein Schutzfaktor gegen den durch die UV-Strahlung geförderten Hautkrebs. Erst langsam rudert man zurück, man brauche in Wirklichkeit ja doch höhere Spiegel an Vitamin D.

Dann die Erkenntnis, in Deutschland ist der Einstrahlungswinkel der Sonne im Winterhalbjahr viel zu gering, als dass noch genügend UV-Strahlung zur Vitamin-D-Bildung zur Verfügung stehe. Also leben wir im Winter von den Reserven, die unser Körper in den Sommermonaten gebildet      …    haben sollte. Kein Wunder, dass es also an allen Ecken und Enden nicht reicht.

Sind sich die Experten eigentlich darüber im klaren, wieviel Leid sie mit den falschen Empfehlungen auslösen? Und das da was nicht stimmen konnte, hätte man doch schon an der Schwangerenempfehlung ableiten müssen. Wieso hat man einer Schwangeren 10 µg (=400 i.E.) empfohlen, obwohl man sie damit dem doppelten „Risiko“ aussetzte (gegenüber der sonst geltenden Erwachsenenempfehlung)? In der Schwangerschaft ist doch sonst alles verboten, was nur den Hauch eines Risikos umfasst.

Liebe Verbraucher, meidet die Extreme und habt den Mut, euch des eigenen Verstandes zu bedienen, um es mit den Worten Senecas zu sagen. Neuerdings gehen die Empfehlungen für Vitamin D schon in exorbitant hohe Zufuhrmengen und damit in das andere Extrem. Wer spielt hier eigentlich Ping Pong?

 

Ein bisschen konzentriert darf es ruhig sein … – gesunde Ernährung für Senioren

Neulich habe ich ein Kurz-Video zu gesunder Ernährung für Senioren gesehen. Da hieß es, Senioren hätten häufig wenig Hunger, weil sie sich weniger bewegten und der Stoffwechsel sowieso nicht mehr so flott laufe.

Was dann alles als gesund und richtig aufgetischt wurde, hat mich dann doch sehr erstaunt. 750 g Obst und Gemüse – halt 5 Hände voll, kennt man ja. Aber zusätzlich noch Brot und Milchprodukte, ab und zu Fleisch und Fisch, aber letztere höchstens 2 bis 3 mal pro Woche, hieß es. Dazu noch Eier, Hülsenfrüchte und Kartoffeln (nein, die zählen nicht zum Gemüse!). 0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht und pro Tag empfehle die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Für einen 60 kg schweren Senioren wären das zwischen 60 und 75 g Eiweiß pro Tag, rechnete ein promovierter Apotheker vor. Zum ganzen sei dann noch unbedingt genug zu trinken, und es wurden zwei Flaschen Sprudelwasser gezeigt.

Zum einen habe ich mir gedacht: viel Rohkost, viel Sprudel und frisches Brot, dazu wenig Bewegung – da würde ich mich fühlen wie ein Gärballon.

Zum anderen habe ich mal gerechnet. Wenn auch die Empfehlungen (auch die der Deutschen Gesellschaft für Ernährung) alles Schätzungen sind, so sollte man doch mit den geschätzten Werten wenigstens richtig rechnen.

60 kg Körpergewicht multipliziert mit 0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht macht 48 g Eiweiß pro Tag. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt auch, dass 0,3 g Eiweiß pro kg Körpergewicht – und zwar optimal zusammengesetzt von der Aminosäure-Zusammensetzung – das absolut Mindeste ist, was ein Erwachsener an Protein (=Eiweiß) pro Tag braucht. Der Sprung von 0,3 auf 0,8 g ist schon mit einem Sicherheitsfaktor von über 2,5 belegt! Wie kommen die dann auf maximal 75 g?

Wenn ich mir dann ein Altenheim vorstelle, wie dort die Portion eines Seniorentellers aussieht und wieviel nach dem Mahl darauf noch liegen geblieben ist, kann ich schwerlich glauben, dass das, was uns da der Apotheker im Video alles auftischte, wirklich lebensnah ist.

Natürlich haben alte Menschen weniger Hunger, natürlich bewegen sich Senioren meist zu wenig. Auch ist es leider so, dass der Darm älterer Menschen nicht mehr so gut aufnimmt. Auch ist es so, dass die meisten Senioren zu wenig trinken. (Und gerade werden die durchaus sinnvollen Kräutertees momentan so negativ in der Presse dargestellt, dass man meinen könnte, das hat System.)

Was spricht in aufgezeigten Fällen dagegen, die wirklich wichtigen Stoffe gezielt in konzentrierterer Form zu sich zu nehmen? Es müssen ja nicht gleich Kapseln und Tabletten sein.

Meiner Meinung nach kann man für die Darmarbeit ruhig mal ballaststoffreichere Produkte hinzuziehen. Für die Zufuhr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren braucht es gar besonderer Konzepte. Sie kam wohl deshalb im Video auch gar nicht vor. Dabei sind diese für Senioren besonders wichtig, weil selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung findet, dass zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren (eine Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren) antioxidativ und antientzündlich wirken. Aber Entzündungen kennen Senioren gar nicht, oder etwa doch?

 

 

 

 

Das Bittere am Gemüse

Salate und Gemüse sind noch wichtigere Nahrungsbestandteile als Obst, aber deshalb keinesfalls besonders beliebt. Nicht nur Hägar, der Schreckliche, lässt gerne das Gemüse weg, um noch ein bisschen Platz für den Dessert zu lassen.

Auch Kinder sind immer wieder genervt, wenn das Gemüse anrückt. Leider haben viele Gemüse bittere Komponenten, und bitter ist nicht wirklich der bevorzugte Geschmack. (Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Kinder Bitteres viel intensiver wahrnehmen als Erwachsene, weil sie deutlich mehr Geschmacksknospen haben!).

Bitter schmecken auch viele Giftpflanzen in der Natur,  Früchte mit hohem Nährstoffgehalt schmecken dagegen süss. Kein Wunder also, dass wir von frühester Kindheit auf süss adaptiert sind.

Nur das Problem beginnt eben mit der Verhältnismäßigkeit. Wenn ich heute Genussmittel einsetze, die übernatürlich stark schmecken, entweder süss oder salzig, dann „verkorkst“ man die natürlichen Reizschwellen. Kein Wunder, wenn dann auch die Ernährung „aus dem Ruder läuft!“

Sinnvoll wäre ein Ansatz aus dem altindischen Ayurveda (sanskrit. „Wissen vom Leben“): Man muss von allen Geschmacksrichtungen jeden Tag essen, um gesund zu bleiben!

Das hält dann nicht nur die Geschmacksknospen „fit“, sondern führt auch zu einer guten Einstellung zu allen Geschmacksrichtungen. Und vielleicht auch zu einer besseren Lebenseinstellung insgesamt.

Dann sieht man nicht nur das Bittere im Leben, sondern erkennt, dass das Gemüse – wenn man fein abwägt – auch noch andere Geschmacksrichtungen abdeckt! Und das ist keineswegs bitter!

Der Hang zur orthomolekularen Medizin

In den letzten Jahren hat es sich immer mehr herauskristallisiert. Manchen Menschen war mit Medikamenten – auch nicht mit Kräutertees – zu helfen, weil schon an der Basis die Voraussetzungen fehlten, dass eine Heilung wirklich möglich war. Meist stellte sich heraus, dass schon bestimmte Grundstoffe gar nicht zugeführt wurden, so dass von einer ausreichenden, geschweige denn, einer vollständigen Versorgung nicht ausgegangen werden konnte.

Ein Vergleich aus der Technik hat es anschaulich gemacht: Wenn ich kein Benzin im Tank habe, kann ich nicht Auto fahren. Doch die wenigsten waren bereit, diesen Vergleich auf ihre Lebenssituation und ihre Ernährung zuzulassen. „ Ich esse doch gesund. Aber ich muss mir auch was gönnen.“ „Wenn ich jeden Tag meinen Apfel esse, kann ich mir am Abend die Tüte Chips und die Cola leisten.“ Die Welt ist voll von der Art dieser Kompromisse.

Leider wird die Lage doch ziemlich verkannt. Dass ein halber Liter Cola die Aufnahme von Calcium – geschweige denn einer nötigen Portion von Calcium – nicht mehr zulässt, überrascht manchen, aber wirklich geglaubt wird es meist nicht.

Das „Aufrechterhalten-Wollen“ einiger Sünden machen dann manchmal Megadosen notwendig, um überhaupt einen Effekt zu erreichen. Die Warner „von der anderen Seite“ vor Megadosen und künstlichen Vitaminen lassen dann auf ihren Aufschrei nicht lange warten.

Sinnvoll wäre eine Anreicherung von den benötigten Stoffen aus natürlichen Quellen ohne die Verwendung von Hilfsstoffen und unnötigem Beiwerk. Dann kommt man meist auch mit akzeptablen Mengen aus.

Beispiel: Wenn ich zu Hämorrhoiden neige und generell eine schwache Darmarbeit habe, dazu mein Bindegewebe nicht das festeste ist, könnte ich vielleicht die Lebensmittel stärker in meine Ernährung einbeziehen, die Ballaststoffe bzw. lieber Faserstoffe (denn sie sind ja nötig und kein Ballast!) vermehrt beinhalten. Ich könnte auch feinverteilte Kieselsäure mit hinzuziehen, und sei es in Form von Schachtelhalmbädern und dem Verzehr von Hirse. Und ich könnte mich auch mehr bewegen (sofern das auch ein Kritikpunkt wäre).

Nur meist ist die Länge der „Entstehungszeit“ einer Erkrankung gar nicht wahrgenommen worden und die Beschwerden müssen dann gleich und ohne Mühe „weg sein“. Dann doch lieber mit Megadosen (dem Belzebub) den Teufel austreiben! Denken Sie mal drüber nach!

Ernährungswissen

Vor etwa einem Jahr habe ich einen Vortragsblock der wesentlichen Krankheitsursachen gehalten. Nicht ohne Grund. Im Abrechnungskatalog der Krankenkassen gibt es inzwischen mehr als 32.000 abrechenbare Beschwerdebilder. Andererseits sagt die WHO, dass das Ausmaß der Krankheiten, die ernährungsbedingt sind, stetig zunehme und weltweit im Jahr 2020 75 % aller Krankheitsursachen ausmache. Das meinte ich mit meiner Übersicht etwas anschaulicher gestalten zu können.

Meine These war, dass man mit drei großen Gruppen einen Anteil von rund 90 % aller Krankheiten erfassen könnte. Diese drei Gruppen umfassten den Säure-Basen-Haushalt, einen Mangel an Antioxidantien und Infektionen durch Bakterien, Einzeller, Viren und Pilze. Dabei kann es auch sein, dass Krankheiten auch durch zwei oder gar alle drei Bereiche beeinflusst sind.

Aber diese Übersicht gäbe dem Patienten wieder mehr Handlungsspielraum, selbst auf die Gesundheit zu achten und Risiken klarer abchecken zu können. Klar, dass heute jeder weiß, dass Händewaschen in der Schnupfenzeit (und nicht nur dann!) Krankheiten vorbeugen kann. Weniger bekannt ist schon, dass regelmäßiger und ausreichender Schlaf das Immunsystem deutlich unterstützt. Und wenn es dann erst an die Ernährung geht …

Vitamine sind gesund, aber künstliche können auch schädlich sein. Das rechte Maß weiß keiner so genau, aber alle reden mit und unterschiedlich laut. Dagegen sind fünf Hände voll Obst und Gemüse gut für jeden, nur die Franzosen brauchen zehn Hände voll. Hier wird mit so viel unterschiedlichem Maß gemessen, dass es kein Wunder ist, wenn Verunsicherung zurückbleibt.

Wie wäre es denn mit dem Grundsatz: Esst, was Euch bekommt und möglichst die empfohlenen Grundstoffe abdeckt. Und wenn Störungen auftreten, schaut doch mal, welche Grundstoffe für diesen Sachverhalt besonders wichtig sind. So zur Angleichung der Grundempfehlung!

Das ließe viel Spielraum für jeden und würde schnell klar machen, dass Ernährungspläne selten zum Ziel führen. Jeder muss mehr über die Funktionen einzelner Lebensmittel erfassen und einordnen können. Und hier können sich die Fachleute dann wirklich austoben.