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Ernährungswissen

Vor etwa einem Jahr habe ich einen Vortragsblock der wesentlichen Krankheitsursachen gehalten. Nicht ohne Grund. Im Abrechnungskatalog der Krankenkassen gibt es inzwischen mehr als 32.000 abrechenbare Beschwerdebilder. Andererseits sagt die WHO, dass das Ausmaß der Krankheiten, die ernährungsbedingt sind, stetig zunehme und weltweit im Jahr 2020 75 % aller Krankheitsursachen ausmache. Das meinte ich mit meiner Übersicht etwas anschaulicher gestalten zu können.

Meine These war, dass man mit drei großen Gruppen einen Anteil von rund 90 % aller Krankheiten erfassen könnte. Diese drei Gruppen umfassten den Säure-Basen-Haushalt, einen Mangel an Antioxidantien und Infektionen durch Bakterien, Einzeller, Viren und Pilze. Dabei kann es auch sein, dass Krankheiten auch durch zwei oder gar alle drei Bereiche beeinflusst sind.

Aber diese Übersicht gäbe dem Patienten wieder mehr Handlungsspielraum, selbst auf die Gesundheit zu achten und Risiken klarer abchecken zu können. Klar, dass heute jeder weiß, dass Händewaschen in der Schnupfenzeit (und nicht nur dann!) Krankheiten vorbeugen kann. Weniger bekannt ist schon, dass regelmäßiger und ausreichender Schlaf das Immunsystem deutlich unterstützt. Und wenn es dann erst an die Ernährung geht …

Vitamine sind gesund, aber künstliche können auch schädlich sein. Das rechte Maß weiß keiner so genau, aber alle reden mit und unterschiedlich laut. Dagegen sind fünf Hände voll Obst und Gemüse gut für jeden, nur die Franzosen brauchen zehn Hände voll. Hier wird mit so viel unterschiedlichem Maß gemessen, dass es kein Wunder ist, wenn Verunsicherung zurückbleibt.

Wie wäre es denn mit dem Grundsatz: Esst, was Euch bekommt und möglichst die empfohlenen Grundstoffe abdeckt. Und wenn Störungen auftreten, schaut doch mal, welche Grundstoffe für diesen Sachverhalt besonders wichtig sind. So zur Angleichung der Grundempfehlung!

Das ließe viel Spielraum für jeden und würde schnell klar machen, dass Ernährungspläne selten zum Ziel führen. Jeder muss mehr über die Funktionen einzelner Lebensmittel erfassen und einordnen können. Und hier können sich die Fachleute dann wirklich austoben.

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