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Der Hang zur orthomolekularen Medizin

In den letzten Jahren hat es sich immer mehr herauskristallisiert. Manchen Menschen war mit Medikamenten – auch nicht mit Kräutertees – zu helfen, weil schon an der Basis die Voraussetzungen fehlten, dass eine Heilung wirklich möglich war. Meist stellte sich heraus, dass schon bestimmte Grundstoffe gar nicht zugeführt wurden, so dass von einer ausreichenden, geschweige denn, einer vollständigen Versorgung nicht ausgegangen werden konnte.

Ein Vergleich aus der Technik hat es anschaulich gemacht: Wenn ich kein Benzin im Tank habe, kann ich nicht Auto fahren. Doch die wenigsten waren bereit, diesen Vergleich auf ihre Lebenssituation und ihre Ernährung zuzulassen. „ Ich esse doch gesund. Aber ich muss mir auch was gönnen.“ „Wenn ich jeden Tag meinen Apfel esse, kann ich mir am Abend die Tüte Chips und die Cola leisten.“ Die Welt ist voll von der Art dieser Kompromisse.

Leider wird die Lage doch ziemlich verkannt. Dass ein halber Liter Cola die Aufnahme von Calcium – geschweige denn einer nötigen Portion von Calcium – nicht mehr zulässt, überrascht manchen, aber wirklich geglaubt wird es meist nicht.

Das „Aufrechterhalten-Wollen“ einiger Sünden machen dann manchmal Megadosen notwendig, um überhaupt einen Effekt zu erreichen. Die Warner „von der anderen Seite“ vor Megadosen und künstlichen Vitaminen lassen dann auf ihren Aufschrei nicht lange warten.

Sinnvoll wäre eine Anreicherung von den benötigten Stoffen aus natürlichen Quellen ohne die Verwendung von Hilfsstoffen und unnötigem Beiwerk. Dann kommt man meist auch mit akzeptablen Mengen aus.

Beispiel: Wenn ich zu Hämorrhoiden neige und generell eine schwache Darmarbeit habe, dazu mein Bindegewebe nicht das festeste ist, könnte ich vielleicht die Lebensmittel stärker in meine Ernährung einbeziehen, die Ballaststoffe bzw. lieber Faserstoffe (denn sie sind ja nötig und kein Ballast!) vermehrt beinhalten. Ich könnte auch feinverteilte Kieselsäure mit hinzuziehen, und sei es in Form von Schachtelhalmbädern und dem Verzehr von Hirse. Und ich könnte mich auch mehr bewegen (sofern das auch ein Kritikpunkt wäre).

Nur meist ist die Länge der „Entstehungszeit“ einer Erkrankung gar nicht wahrgenommen worden und die Beschwerden müssen dann gleich und ohne Mühe „weg sein“. Dann doch lieber mit Megadosen (dem Belzebub) den Teufel austreiben! Denken Sie mal drüber nach!

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